Tag 24 – sprachlos

Nicht aufgrund großen Erstaunens, sondern weil es schlichtweg nicht viel zu berichten gibt.

Das Essen gestern war unspektakulär, es gab Reste von allem möglichen, und für heute schon mal vorgeschnippeltes Asia Slaw. Das macht allerdings optisch nicht so richtig was her, daher: heute kein Foto für euch. Der Mann isst den Slaw zum Mittag mit Räuchertofu in Sojasauce und Sesam, Kind 1 mit veganen Nuggets. Kind 2 tischt der Schulcaterer heute…..ach, ich will gar nicht darüber nachdenken.

Wie reagieren die mitessenden Kids bei euch auf die veganen Lebensmittel bzw. Gerichte?

Hier kann ich es auf einen einfachen Satz herunterbrechen. Würde ich verkünden: „Kinners, ab morgen essen wir wieder ganz normal!“, bräche ein Jubel aus, den man bis zur Stadtgrenze hören könnte.

Vegan ist für die beiden das absolute Gegenteil von normal und beinhaltet neben dem gefürchtetem Tofu vor allem schrecklich zuviel Obst und Gemüse. Dass sie viele Dinge absolut lecker finden wie beispielsweise Smoothies, die Mousse au chocolat aus Seidentofu oder Tomatensaucen, Linsensuppe etc. spielt kaum eine Rolle. Im „normalen“ Bereich gibt es einfach MEHR leckeres. Normal sticht vegan. Hackfrikadellen finden beide besser als Grünkern, Fleischbolognese besser als die aus Tofu und Pfannkuchen sind mit Eiern durchweg beliebter als ohne.

Letzteres leider auch bei mir, das macht es manchmal schwer, und das verheimliche ich den Kids auch nicht. Ich versuche, beiden zu vermitteln, warum ich mich gegen tierische Produkte entschieden habe (aus ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Gründen) und warum es mir so wichtig ist, auch den beiden möglichst viele Dinge zu servieren, die ihnen helfen, gesund alt zu werden. Anderswo haben sie die Freiheit, alles zu essen, was sie wollen, und auch hier gibt es manchmal überraschend ein Ei zum Frühstück, aber im Gros heißt zuhause essen vegan essen. Glücklicherweise in beiden Zuhauses (Zuhausen? Zuhause?), also auch beim Vater der Zwei. Das macht es um einiges leichter (zumindest für uns Erwachsene :D).

Kind 1, das sich in den ersten Monaten auf der weiterführenden Schule sehr übel ernährt hat, isst die Gerichte der Challenge weitestgehend mit und hat seinen Zuckerkonsum in den letzten drei Wochen extrem reduziert. Die Folge: Ein ausgeglichener Mensch. Keine Wutausbrüche mehr, wenn etwas nicht gelingt, keine ständige Unruhe, dafür mehr Energie für sportliche Hürden und mehr Miteinander. Kind 2, fünfmal pro Woche von der Schulmensa bespeist, ist weiterhin ein Vulkan auf Beinen. Ich liebe beide ausgeglichen und ich liebe beide als Vulkan, aber die Veränderung rein durch eine Umstellung der Essensgewohnheiten ist einfach enorm.

Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Wohlbefinden, Gesundheit, Konzentration und so, so vielem Positivem mehr ist ja nichts Neues, und gerade DAS macht es für mich so unfassbar, dass dieses Wissen in den meisten Schulen, Krankenhäusern, Pflegeheimen etc. nach wie vor komplett ignoriert wird.

Hier ein interessantes Video zu dem Thema:

Veränderung schulischer Leistungen durch Ernährung

Wenn zig Studien aus zig Jahrzehnten belegen, was gesund erhält und man dennoch das Gegenteil kocht, ist das dann nicht eigentlich schon eine bewusst getroffene Entscheidung, das eventuelle Krankwerden des Essenden in Kauf zu nehmen?

Eure Meinung zu dem Thema würde mich sehr, sehr interessieren!

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Tag 7 – die Theorie wackelt

Der Mann hat zugenommen. Trotz Panna Cotta. Hm.

Ich entwickele eine neue Theorie und hasse sie schon jetzt: Mein Stoffwechsel ist schlichtweg zu lahm. So lahm, dass er erst mit zig Tagen Verzug merkt, dass etwas anders ist, dass er weniger zum Verarbeiten bekommt und sich erleichtert zeigen darf. Beim sportlichen Mann reagiert der Stoffwechsel tagesaktuell, weswegen er nach fünf Tagen Challenge jeweils direkt Gewicht verliert, sich eine Panna Cotta aber sofort am nächsten Morgen auf der Waage zeigt. Meine zeigt sich somit circa am Mittwoch.

Mist.

Vielleicht habe ich Glück, und mein Stoffwechsel bemerkt sie zeitgleich mit dem Salat von gestern Abend und drückt ein Auge zu.

Oder zwei.

Heute morgen frühstückten wir dies: 2015_Challenge_PancakesVollkorn-Pancakes mit Bananen, Himbeeren und Himbeer-Sojaeis. Dazu einen Matcha-Latte. WAS FÜR EIN START IN DEN TAG!

Das Wetter passt heute absolut nicht zu Himbeeren, aber ich sehe es als ein Zeichen: Wir sollen drinnen bleiben und entspannen. Die Kinder spielen, der Mann arbeitet, ich blogge, der Kamin feuert, und nachher machen wir alle zusammen noch was richtig un-veganes.

Sehr zu empfehlen, da SAUlustig!

ravensburger_22267_sau_bandeEinen schönen Sonntag uns allen!

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Die Challenge ist vorbei. Uff. Und ich challenge direkt weiter. Es geht gar nicht mehr ohne. Und es fühlt sich nicht mehr nach Herausforderung an, sondern nach normal.

Gestern kam ich beim Bäcker vorbei und sah roch: Kürbisbrötchen. Mmmmmmmmhhhhhh, wie ich die liebe! Diese herrlich fluffigen, saftigen, süßen Dinger! Tonnenweise gegessen in den letzten Jahren. Bis gestern. Ich konnte einfach nicht. Ich besorgte mir eine Übersicht der Inhaltsstoffe und wusste schlichtweg nicht mehr, warum ich mir das antun sollte. Ich war in den letzten Wochen so gut zu meinem Verdauungssystem und es ist dafür so dankbar.

Also kaufte ich stattdessen Kürbis und Mehl, und steckte persönlich die Hände in den Teig. Das Ergebnis waren lecker-saftige Brötchen, die den industriell gefertigten in absolut und rein gar nichts nachstehen, von der Abwesenheit diverser Zusatzstoffe mal abgesehen. Okay, vielleicht nen Hauch, aber nur im direkten Vergleich.

(Aber: Sogar Kind 1 aka Sugarista fand lobende Worte, das zählt doppelt.)

Daher hier für euch das Rezept:

Für ca. 18 kleine Brötchen:

370 g Hokkaido-Kürbis (entkernt und in kleine Stückchen geschnitten)
500 g Mehl (ich hatte Weizenvollkorn und Dinkelmehl halb/halb)
1/2 Würfel Hefe
50 g Alsan Bio
ca. 60 g Reissirup/Agavendicksaft (je nach gewünschter Süße halt)
1 EL Sojamehl (mit 2 EL Wasser angerührt als Ei-Ersatz, alternativ 1 Ei)
1/2 TL Salz

Als erstes kocht ihr den Kürbis mit ein wenig Wasser weich. Dann pürieren und abkühlen lassen. Vermischt nun alle weiteren Zutaten mit dem Kürbismus und lasst das Ganze eine Stunde gehen.

Formt kleine Brötchen und lasst den Teig nochmal 20 Minuten gehen.

Jetzt nur noch 15 Minuten bei 180 Grad (vorgeheizt) backen und dann geniiiiiiießen!!

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Guten Appetit!

It ain`t over till it´s over

Am Montag, den 26. August, startete ich morgens mit der Vegan-for-fit-Challenge. Heute, nach einem veganen Frühstück, kann ich vermelden: 30 Tage geschafft.

Ich bin:

– ein bisschen stolz
– ein bisschen erleichtert
– ein bisschen leichter

Quark, Milch, Eier, Joghurt, Käse und Co. haben mir nicht gefehlt. Zucker und Kartoffeln dagegen manchmal schon. Zucker weiter reduziert zu verwenden ist mein Ziel, Zucker ganz auszuschließen empfand ich dagegen als wirklich anstrengend. Im Homeoffice einen selbstgebackenen Chilicracker zu naschen ist einfach leichter, als anderswo vor einem Kuchenbuffet zu stehen und nichts davon nehmen zu dürfen.

Wenn ich zuhause koche, werde ich Zucker immer weiter ersetzen. Dafür kenne ich nun gute Alternativen, und allmählich bekomme ich auch das mit den Mengen besser hin. Pfannkuchen, Schokotorte, Strudel – geht alles ohne Milch, Industriezucker, Eier und schmeckt sogar! (Ja, auch den Kindern. Fragt sie nicht, glaubt mir einfach.)

Ich hoffe, ich schaffe es, meine Geschmacksnerven, die sich nun erholen durften, nicht wieder zu verderben. Vor der Challenge fand ich Kandis noch zu sauer, gestern Abend habe ich meinen Mann ernsthaft verdächtigt, mir Honig in den Rooibos-Vanille-Tee gerührt zu haben. „Der ist doch gesüßt, das schmeck‘ ich doch!“ Nein, war er wirklich nicht, allein der Geschmack der Vanille reichte, um Süße zu empfinden. Gestern nachmittag habe ich mir ein Vollkornbrötchen („bitte nichts mit Zucker“) vom Bäcker geholt, weil ich wusste, dass zum Kochen keine Zeit blieb und ausnahmsweise ein to-go-Snack sein musste, und ich hatte das Gefühl, es wäre oben, unten und mittig mit Honig bestrichen. Ich bin dann zurück in die Filiale und habe die Zutaten erfragt…..tatsächlich, im Teig war ein wenig „Backhonig“ . Was immer das sein mag. Vielleicht von der Teigmantelbiene.

Vollkornbrötchen die süß schmecken, wer braucht so etwas??
(Es gab Zeiten, da konnte ich mir nicht vorstellen, dass jemand es braucht, ein dunkles, trockenes Körnerbrötchen zu wählen, wenn daneben Franz liegt…always overthink a running system)

Eben gab es nun meine Belohnung für das Bewältigen der Challenge, auf die ich mich schon seit Tagen gefreut habe:

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Will jemand den Rest der Tafel?
Mir ist sie zu süß. Und zu schleimig. Habe das Gefühl, einen Löffel Butter runtergeschluckt zu haben.

Wow.

Das bin war ich nicht. Aber schön, jetzt so zu sein. Sehr, sehr befreiend. Und dennoch bin ich mir der Prüfung bewusst, die es bedeutet, dabei zu bleiben. Die erste Zigarette nach einer rauchfreien Zeit schmeckt ja auch niemandem, und trotzdem fangen so viele wieder an. Ich habe mich auch 3 oder vier Mal zu Zigarette Nr. 2, 3, 4 und 5 zwingen müssen, bis es endlich wieder okay war (bekloppt, ohne Frage).

Seit über sechs Jahren rauche ich nicht mehr. Es geht also. Jede Sucht kann überwunden werden, es braucht nur den ersten Schritt und dann ein Dranbleiben. Schritt 1 habe ich hinter mir, jetzt geht es um das Dranbleiben.

Mein Fazit nach 30 Tagen Challenge?

Es hat sich nicht viel verändert. Also nicht viel von den Dingen, die ich mir erhofft hatte. Ich neige zu Übertreibungen, und so war ich mir in meiner Hoffnung sicher, dass ungeahnt viele Kilos verschwinden, dass ich nach spätestens 14 Tagen voller Energie bin, so sehr, dass ich, weil mich der Elan geradezu peitscht, in meine Laufschuhe springe und alle paar Tage Kilometer um Kilometer abreiße. Meine Haut sieht aus wie die einer 25jährigen und genau so fühle ich mich auch, wenn ich morgens aufwache.

Die Wahrheit ist: Ich bin noch immer 38. Morgens, mittags, abends. Gegen nachmittag gefühlt auch älter, dann habe ich noch immer das Energietief, das ich noch aus dem August kenne.

Ich bin um knappe 2 Kilo leichter, aber das war ich auch schon nach der Hälfte der Zeit.

Meine Haut sieht aus wie immer.

Meine Erwartungshaltung war himmelhoch, das musste ja scheitern. Mir dessen bewusst zu werden, führte direkt in das Tief der letzten Woche. Eine Wand, die man über Jahre oder Jahrzehnte schwarz streicht, wird nun mal nicht direkt gleißend, nur weil man mal ne Tube Deckweiß drüber spritzt. Aber an einigen Stellen wird sie heller. Es braucht viele Tuben und viel Zeit. Ich bin erst ganz am Anfang.

Und es gibt auch schon diese hellen Stellen. Ich vermisse* die Schwere. Die Schwere nach den Mahlzeiten, die Schwere allgemein. Und Sodbrennen.

(*NATÜRLICH NICHT, sie ist nur nicht mehr da.)

Ich bin leichter. Erleichtert um etwas Gewicht, erleichtert um einen Zustand des sich-massiger-fühlen als man ist. Statt Kleidung um sich herum zu legen, fühlt es sich jetzt eher wieder wie „in etwas hineinschlüpfen“ an, ohne dass ich merklich an Umfang verloren hätte. Nichts Dramatisches, wir sprechen nur von Nuancen. Erleichtert bin ich jedoch auf jeden Fall um den Drang, permanent etwas essen zu müssen. Der ständige Gedanke an Nahrung ist weg. Stattdessen kenne ich wieder ein Hungergefühl. Und die Bedürfnisse meines Körpers statt meines Kopfes.

Wie entscheidend die Gedanken sind, wurde mir gerade gestern bewusst.

Für mich endete die Challenge gedanklich gestern Abend. Am Vormittag war ich kurz im Bioladen, und sprach mit dem Team dort – natürlich – auch über das Ende der Aktion. „Wieso heute, Tanja, die Challenge endet erst MORGEN!“

……

Mir ging es auf.der.Stelle schlecht. Ich habe SOFORT Hunger bekommen. Auf irgendetwas ganz Schlimmes. Franzbrötchen, Schokoladencroissant, Mars, ganz egal. 30 Tage? Kein Problem. Einen Tag länger? UNmöglich. Nicht machbar, schlichtweg nicht zu schaffen.

Ich hatte keine Chance, diese Gedanken am Hochploppen zu hindern. Sie waren sofort da, völlig zwanghaft.

Eine Minute später waren sie wieder weg, ich hatte die Kontrolle über meinen Kopf zurück. Erschreckend dennoch. Unsere Gedanken sind so unfassbar manipulativ. Als säße dort jemand Bitterböses, der schlichtweg zusehen möchte, wie wir uns in Grund und Boden sündigen, und sobald er das Steuern zu verlieren droht, direkt wieder an den Zügeln reißt.

Wer auch immer dort sitzt, konnte sich in den letzten Jahren meiner so sicher sein, dass er die Zügel sogar locker lassen konnte. „Die tut schon nix.“

Jetzt ist Schluss, mein Freund.

Hach, ich freue mich. Alles wird gut. Es ist doch schon so viel besser geworden.

Vermelde Erfolg!

Kind 2 mochte ein Gericht! (Es aß sogar die Portion weg, die ich mir für heute aufsparen wollte)

Jawoll ja, die Quinoa-Buletten gestern Abend kamen sehr gut an. Der dazu gereichte Mangold weniger, aber das lag wohl an meinem Versuch, dem Ganzen mit ein paar Spritzern Orangensaft etwas Pepp zu verleihen.

Da meine Buletten in der Optik arg von der Vorlage abwichen, gibt es kein Foto vom Teller sondern aus dem Buch. Bitteschön:

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Dazu gehört ein Dip aus frischen Tomaten, Sojajoghurt und getrockneten Tomaten, den ich beim nächsten Mal in der Zusammensetzung etwas modifizieren werde. Mehr getrocknete Tomaten, weniger frische. Und vielleicht ein paar Nüsse mit in den Mixer.

Zum Frühstück hatte ich vorhin ein großes Glas Hafermilch-Amaranth-Haferflocken-Nüsse-etc.pp.-Shake und bin – wie immer – pappensatt. In einer Stunde gibt es Attilas Tofu-Burger in einem Bistro vor Ort, und ich treffe dort Freundinnen, fürchte aber, ich werde eher aus Appetit essen müssen denn aus Hunger. Hach, welch ein Elend…

Einen wunderbaren Tag uns allen!

Un he löpt, un he löpt…

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Unser Blender genießt die neue Aufmerksamkeit.

Nach fast neun Jahren des Zusammenlebens habe ich mir jetzt die Bedienungsanleitung durchgelesen und bin begeistert, was dieses Gerät alles kann! Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, man bräuchte sich nicht den Attila-empfohlenen Vitamix für € 600+++ zu holen, ein Kitchen Aid Blender reichte völlig. Also nur mal so dahin gesagt.

Gestern hatten wir erstmalig den Matcha-Shake mit Heidelbeeren statt mit Schoko-Banane. Bis zur Zugabe des Teepulvers sah es sogar noch lecker aus, danach wie Mörtel.
Geschmeckt hat es dann aber doch. Also nachdem wir doch noch Banane und Kakao reingemixt hatten.

Auf die Shakes freuen sich sogar die Kinder. Ansonsten sind die beiden vermutlich froh, wenn das geChallenge endlich ein Ende hat. Noch ahnen sie nicht, dass auch danach einiges beim Al… Neuen bleiben wird.. Allerdings so, dass, das ist zumindest meine Hoffnung, beide gut und willens hineinwachsen. Also ohne große Verbote, stattdessen mit vielen Kompromissen in ihre Richtung. Wie auch wieder dieses Wochenende. Kind 1 und 2 hatten Brötchen, Eis, Bonbons, und irgendwann auch mal was mit Gemüse und wohl auch Tofu. Aus meinem Mann, der sich mit Komplimenten gegenüber Kulinarischem für gewöhnlich sehr zurückhält, platzte Samstagabend folgendes heraus: „Ich bin total froh, dass du die Challenge machst. Dadurch haben wir so viele neue und leckere Dinge kennen gelernt!“

Unglaublich.

Un.glaub.lich.

Un……zurück zum Text.

Samstag waren Kind 1 und ich shoppen. Meine erste unterwegs-essen-Hürde also. Ich melde: gemeistert. Ich hatte ein Roggenbrötchen, einen Apfel und meine Sultaninen. Das Kind hatte diverse andere Dinge, aber das ließ mich alles völlig kalt. Es bestand sogar nicht einmal Gefahr, als man mir die Eiswaffel in die Hand drückte, um sich noch schnell einen Löffel zu holen.

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Vor zwei Wochen hätte sich das Kind das nicht getraut.

Als Dankeschön für soviel Vertrauen musste es die linsengefüllten Red Rockets abends dann auch nicht ganz aufessen..

Linsen….hm….als Suppe ein Traum, aber als Paprikafüllung….hier wünschte ich mir beinahe ein wenig Hack.

Geschmacklich dennoch eine gute 3, da die Paprika plus Kürbis wirklich lecker waren. Allerdings stehen der Aufwand, das Gericht zu kochen und der letztendliche Geschmack leider in keinem tragbaren Verhältnis. Zumindest nicht, wenn Kinder mitessen.

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Gestern gab es dann wieder Sojabolognese für alle! Soo soo sooooo lecker! Die Kinder bekamen Girandole, die Erwachsenen Zucchinispaghetti. Diesmal sogar mit Bild:

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Einen wunderbaren Start in die Woche uns allen! Ignoriert den Regen und erinnert euch lächelnd an den Sommer!

Fazit Tag 2: es gibt weitere Challenges als nur diese eine

Guten Morgen.

Mein Magen knurrt, die Region um meine Nase ist ein massiver Block und ich schlafe im Sitzen. Für nichts davon kann allerdings die VFF-Challenge etwas.

Kind 2 auch nicht, aber Kind 2 hat zumindest – unfreiwillig – dafür gesorgt, dass sich meine Rahmenbedingungen für das Durchhalten einer Ernährungsumstellung sehr verschärft haben. Ein kleiner Zuckerschub hilft ja im Stressfall ungemein, und so hätte ich meinen Kopf gestern gerne in den Sand Schokoeimer gesteckt, aber: ich war tapfer.

Die Überraschung des Tages: Kind 2 trägt sechs Wochen blau.

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Ein glatter Bruch beider Unterarmknochen, verursacht durch einen Sprung (!) aus dem Stand (!) von der Schaukel bei vollem Tempo (!). Sechs Wochen kein Training, kein Trampolin, kein Fahrradfahren, kein Schulsport, und das für ein Kind, das nur zwei Zustände kennt: schlafen und toben.

Als kleine Aufmunterung gab es gestern freie Auswahl aus dem Süßigkeitenautomaten der Klinik. Milka-Riegel, Twix, Mannertafeln, Gummibärchen, Mars, Kitkat…..soll ich weiter aufzählen?

Für den Bruchteil einer Sekunde bestand das Risiko, diese Situation auch für mich als absoluten Notfall und Ausnahme zu betrachten und zuzugreifen, aber für den Rest der Sekunde dachte ich nichts als „Und, Kind, was möchtest du?“ Es war mir egal, was da angeboten wurde, es war mir egal, wie lecker es schmecken würde, es war mir egal, dass ich es mir nach dem Schreck sicherlich total verdient hätte. Ich hatte keine Lust auf Zucker. So einfach war das. Ich hatte keine Lust.

Einen kleinen unfallbedingten Ausrutscher gab es dennoch. Laut Challengeregeln sollte man die letzte Mahlzeit des Tages vor 19 Uhr zu sich nehmen, aber da ich den Nachmittag (neben dem schnellen Auslöffeln des Linsensuppenrestes vom Vorabend) damit verbrachte, das Kind zu trösten, Getränke und Snacks zu reichen, den Fernseher lauter/leiser zu drehen, vorzulesen und bei alltäglichen Dingen zu helfen, die einhändig und unter Schmerzen nicht so richtig klappen wollen, kam ich erst nach 19 Uhr dazu, die Kürbispommes in den Ofen zu schieben. Essen gab es also erst um kurz vor 8, aber dafür mochten es sogar BEIDE Kinder und das ist besser als jedes Kilo weniger. Als Dip gab es eine Erbsencreme, die ich versehentlich mit dem extrascharfen Currypulver gewürzt hatte, weswegen die Kinder stattdessen Ketchup hatten und ich kurzzeitig eine freie Nase.

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Der Lauf(und Austausch)treff  mit den anderen ChallengerInnen hatte sich damit zeitlich erledigt, aber ich war (Vorahnung?) morgens auf dem Laufband.

Fazit nach zwei Tagen: An Fleisch denke ich eh nicht, ohne Milchprodukte schaff ich locker, ohne Zucker irgendwie auch. Alles entspannt. Kind 1 hat für heute Nachmittag Oma+Opa zum „Kaffee“ eingeladen und serviert selbstgebackene Schokomuffins. Ich weiß, wie sie schmecken und das macht es nicht einfach, aber ich werde tapfer meine Chili-Cracker knuspern. Oder knete ich mir noch schnell die Challenger-Pralinen? Hm, die gelten eigentlich nur als Belohnung für Sport. Aber vorm Süßigkeitenautomaten stehen und nichts nehmen muss auch belohnt werden, oder?