Tag 16 – Gut Ding

Ja, alle kennen den Spruch, aber darum geht es heute nicht, sondern um die wunderbaren Aufstriche, von denen ich euch – seit Tagen, aber hey, gut Ding… – erzählen wollte.

Am Freitag gab es eine Verkostung im Bioladen, die dazu führte, dass der Mann zum vereinbarten Zeitpunkt vor dem verschlossenen Wagen stand, weil ich noch nicht damit fertig war, mich durch die Pasten zu probieren.

2015_Challenge Aufstrich 1Schnucki, Samt, Schmauch, Nett, Bolle? Ich kann mich nicht entscheiden. Schmauch (€ 3,99) nahm ich direkt für meinen Vater mit. Er ist weltgrößter Leberwurstfan und das wird mein ultimativer Versuch, ihn davon abzubringen. Die Zutatenliste liest sich großartig:

Räuchertofu* [aus Tofu* 97% (Wasser, Sojabohnen* {aus Niedersachsen}, Gerinnungsmittel: Nigari/Magnesiumchlorid, Calciumsulfat), Sojasauce* (Wasser, Sojabohnen*, Weizen*, Meersalz), Buchenholzreiberauch], rote Kidneybohnen*, Rapsöl*, rote Zwiebeln*, schwarze Bohnen*, Meersalz, Gewürze*, Rauch *aus kontrolliert biologischem Anbau.

Und vor allem: Alles frisch. Innerhalb von vier Wochen nach der Produktion muss das Glas leergegessen sein. (Anm. d. Red.: Das ist kein Problem, Schnucki, ebenfalls Freitag gekauft, ist jetzt schon Geschichte.)

Dass der Aufstrich Schmauch so verdammt nah an Leberwurst ist, ist gewollt, wie mir Agapi Rethmann, die Mitgründerin von GUTDING, direkt erzählte. Ihr Mann ist nicht nur schon lange fleischlos glücklich, sondern fatalerweise der Koch in der Beziehung. „„Rado, könntest Du nicht eine Leberwurst imitieren?“ säuselte sie. „Und wo ich mich schon oute, mich dürstet es auch nach einem Mett-Brötchen.“

GUTDING_schmauchFoto: gutding.org

Zack, war der erste Aufstrich da und marsch, weiter. Mittlerweile sind es eine ganze Handvoll und wenn ich mich entscheiden MÜSSTE, läge die Cashew-Paprika-Creme vorne. Unfair eigentlich, denn ich stehe so extrem auf Cashews, dass alles andere zwangsläufig auf die hinteren Plätze rutscht. Gäbe es nichts mit Cashews, wäre Bolle (Balsamico-Zwiebel) ganz oben auf dem Treppchen. Allein schon wegen des Namens. Und wegen des Anteils an Rohrohrzuckers, von dem ich erst nach dem Probieren las. Vielleicht bin ich deswegen so gutgelaunt durch’s Wochenende geschwebt.

Gestern war ich auf gutding.org, um zu schauen, wer da wo was macht. Und hier mein Tipp: a) testet die Aufstriche und b) besucht die Homepage. Ich kenne kaum einen Webauftritt, bei dem einem so viel Wärme und Herzlichkeit und Liebe fürs Detail entgegenspringt. Von GUTDING kam ich dann zu Handeln ist Gold, dem übergeordneten Konzept der beiden und kann gar nicht mehr aufhören zu lesen.

„Mein innigster Wunsch ist es, der Natur und ihren Kreisläufen nahe zu sein. Ich will in Gemeinschaft sinnvoll tätig werden und mich in ihr weiterentwickeln. Ich möchte versuchen, nicht mehr auf Kosten anderer zu leben. Meine Sehnsucht möchte ich teilen…“

Oh, so etwas passt sehr zu meinen eigenen Gedanken.

Agapi und Rado sind vor kurzem nach Stormarn gezogen und wohnen nun in Travenbrück. Ihr kauft also nicht nur vegan und Bio, sondern auch noch aus regionaler Herstellung! Ja, ’ne Salami aus’m Discounter ist billiger, aber GUTDING macht die Welt ein bisschen heiler. Und euch gesünder. Und lässt Tiere leben. Mehr Karmapunkte gehen nicht!

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4 Gedanken zu „Tag 16 – Gut Ding

  1. Also…. kann das nur bestätigen (dass ich vorm verschlossenen Wagen stand). Und nachdem ich die dem-Vadder-geschenkte-„Leberwurst“ gern auslöffeln wollte, wusste ich mit Sicherheit, dass ich bei der Verkostung wat verpasst hab. (Gut, dass du gleich dein Favoriten geöffnet mit zum Auto brachtest!) 😉

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